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Feste Nahrung für Ihr Baby

Wie Sie mit dem Zufüttern beginnen

Bei den meisten Babys können Sie um den 6. Lebensmonat herum mit dem Abstillen oder der Entwöhnung beginnen, aber natürlich ist jedes Baby anders. Manche Babys brauchen schon etwas früher auch Beikost neben der Milch, während andere im Alter von sechs Monaten noch nicht so weit sind. 

Ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung Ihres Babys

Das Abstillen ist eine sehr wichtige Entwicklungsphase Ihres Babys. Ab jetzt braucht es mehr als Milch, um sich auch weiterhin normal zu entwickeln. Die Umstellung auf feste Nahrung ist auch ein erster Schritt hin zu mehr Unabhängigkeit. Ihr Baby wird über die Beikost nicht nur mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt –  es entwickelt so seinen ganz eigenen Geschmack, Neugier und nicht zuletzt auch seine Kaumuskeln.

Eine Zeit voller Spaß für Ihr Baby

Mit der Einführung  fester Nahrung gibt es für Ihr Baby eine ganze Menge Neues zu entdecken:

  • eine neue Essposition
  • Teilnahme an den Familienmahlzeiten
  • neue, aufregende Geschmacksrichtungen
  • neue Konsistenzen, Farben und Utensilien

Weil Ihr Baby noch nichts anderes kennt als Milch, wird jeder Happen zu einem großen Abenteuer. Ein ganz besonderer Augenblick für Baby und Eltern.

Woran merke ich, dass mein Baby bereit für Beikost ist?

Die meisten Babys geben Ihnen deutlich zu verstehen, wenn sie mit Milch allein nicht mehr zufrieden sind. Hier einige Tipps:

  • Warten Sie mit der Einführung fester Nahrung ab, bis Ihr Baby 5 Monate alt ist. (Die nationale Stillkommission empfiehlt, mit Beikost zwischen dem 5. und 7. Monat zu beginnen
  • Das Abstillalter ist von Baby zu Baby verschieden – einen  fest “vorgeschriebenen” Zeitpunkt gibt es nicht. Sie sollten es von dem Entwicklungsstand Ihres Babys, seinem Interesse an Nahrungsmitteln, seinem Geschmack und seinen Vorlieben abhängig machen, wann Sie mit dem Abstillen beginnen, und gegebenenfalls auch Ihren Kinderarzt um Rat fragen
  • Wenn Ihr Baby älter als 4 Monate ist, kann es sein, dass es sich nicht mehr so leicht zur Ruhe bringen lässt oder nachts öfter hungrig aufwacht. Das können Anzeichen dafür sein, dass Ihr Baby bereit für Beikost ist.

Welche Utensilien brauche ich, wenn es  Zeit für feste Nahrung wird?

Damit die Zeit der Umstellung auf feste Kost für Sie und Ihr Baby zu einer erfreulichen Erfahrung wird, sollten Sie alles, was Sie brauchen, schon vorher besorgen. Mit der folgenden Grundausstattung geht alles viel leichter:

  • Babyschaukeln und Hochstühle – Oft fällt die Umstellung bei noch sehr kleinen Babys leichter, wenn sie in ihrer Schaukel sitzen. Später können Sie dann auf einen stabileren Hochstuhl umsteigen
  • Löffel – Verwenden Sie einen speziell für kleine Münder ausgelegten Löffel, möglichst aus weichem Kunststoff mit kleinem Kopf und abgerundeten Rändern, der kleine Mengen aufnimmt und das Zahnfleisch Ihres Babys nicht verletzt. Für alle Fälle am besten gleich mehrere besorgen
  • Schüsseln – Am besten geeignet ist eine Plastikschüssel, die nicht kaputt geht, wenn Ihr Baby sie umstößt oder herunterwirft
  • Lätzchen – Davon sollten Sie immer eine ausreichende Anzahl zur Hand haben; wenn Sie weiche Kunststofflätzchen mit Auffangschale verwenden, kann auch ruhig etwas daneben gehen
  • Aufbewahrungsbehälter – Wenn Sie die Babynahrung selbst zubereiten wollen, empfiehlt es sich, immer gleich größere Mengen herzustellen und in kleinen Plastikbehältern aufzubewahren. Bei noch sehr kleinen Babys bieten sich Eiswürfeltabletts für die Aufbewahrung kleiner Einzelportionen besonders an. Das Schöne ist, dass die meisten für Ihr Baby geeigneten Nahrungsmittel sich auch problemlos einfrieren lassen

Tipps für die ersten Babymahlzeiten

Wichtig: Am Anfang stellt immer noch Mutter- oder Flaschenmilch die Ernährungsgrundlage Ihres Babys dar.

Damit alles gut klappt:

  • Gehen Sie behutsam und schrittweise vor – zu Beginn sollten es nur ein paar Löffel sein.
  • Immer nur eine neue Geschmacksrichtung und ein neues Nahrungsmittel zur Zeit.
  • Die Einführung von Beikost sollte ein angenehmes Erlebnis für Ihr Baby sein – lassen Sie sich Zeit und beginnen Sie wirklich erst, wenn Ihr Baby so weit ist!
  • Geben Sie nicht auf, auch wenn Ihr Baby manchmal das Gesicht verzieht und wenig begeistert scheint. Denken Sie daran: Es muss sich an jede neue Geschmacksrichtung erst gewöhnen 
  • Was Ihrem Baby schmeckt, mag es häufig auch im Kleinkindalter gerne. Versuchen Sie also, eine Vielzahl von Geschmacksrichtungen einzuführen, schrittweise eine nach der anderen.
  • Das Abstillen dauert etwa 6 Monate. Lassen Sie sich Zeit, bleiben Sie entspannt und haben Sie Freude daran, Ihr Baby immer neue Geschmacksrichtungen entdecken zu lassen.
  • Wenn Ihr Baby ungeduldig wird, mehr will oder es ihm nicht schnell genug geht, haben Sie es geschafft!
  • Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr Baby den Mund nicht aufmacht – vielleicht ist es einfach noch nicht so weit. Machen Sie sich und Ihrem Baby keinen Stress und probieren Sie es später noch einmal.

Welche Nahrungsmittel sind für Ihr Baby am besten geeignet?

In den ersten Tagen sollten Sie Ihrem Baby Obst- und Gemüsesorten anbieten, die natürlich süß sind. Gut durchgekocht kommen Äpfel, Bananen, Pfirsiche, Karotten und Spinat normalerweise sehr gut an.

Reisflocken sind für den Anfang ebenfalls zu empfehlen, denn sie werden mit Milch zubereitet und sind für kleine Mägen leicht zu verdauen.

Selbst zubereitet oder im Gläschen?

Sie brauchen kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Sie keine Zeit haben, die Babynahrung selbst herzustellen – Gläschen sind schon seit Jahren auf dem Markt und enthalten alles, was Ihr Baby braucht. Wenn Sie die Mahlzeiten für Ihr Baby aber selbst zubereiten wollen, empfiehlt sich ein Dampfkochtopf. Verzichten Sie aber bitte auf Salz und Zucker.

Wenn Ihr Baby 6 Monate oder älter ist, können Sie ihm Huhn, Fisch und Ei püriert anbieten. Achten Sie aber darauf, dass die Eiweißmenge 10-20 g in diesem Alter nicht überschreitet.

Andere Nahrungsmittel wie Getreide, Kartoffeln, Grieß und Nudeln bieten sich jetzt ebenfalls an. Sie sollten aber ebenfalls gut püriert werden.

Neben dem Essen sollte Ihr Baby auch Wasser zum Trinken anbieten.